Terpen, Wurten und Deiche

Von Terpenlandschaft zur Polderlandschaft

Ca. 500 v. Chr. siedelten sich die ersten Menschen in diesem Gebiet an. Sie ließen sich auf den höher gelegenen Punkten nieder. So entstanden die Terpen (Friesisch) oder Warften bzw. Wurten (Wierden in der Groninger Mundart). Sie boten den Bewohnern Schutz gegen Überflutungen.

(c) foto: Simon Bijlsma

Durch die steigende Bewohnerzahl entstand im Laufe der Zeit Raummangel auf diesen Erdhügeln. Ungefähr im Jahre 1000 begann man mit dem Bau von Deichen. So schützte man die Wohnorte und landwirtschaftlichen Flächen gegen Überflutungen. Man baute auch Polder, die hervorragendes Ackerland boten.

Lauwerssee

(c) Jörgen de Bruin

Bis 1969 sah das Lauwersmeergebiet genau so aus wie das heutige Wattenmeer. Ebbe und Flut prägten die Landschaft. Die Lauwerssee war eine Bucht des Wattenmeeres, komplett mit Rinnen und Sandplaten, die bei Ebbe trockenfielen, sowie mit Deichvorland im Uferbereich.

Dieses schöne Stück Watt bildete allerdings eine Bedrohung für das umliegende Land. So kam es beispielsweise 1717 zu einer verheerenden Überflutung, bei der hunderte Menschen und Tiere ertranken. Nach der großen Überflutung im Südwesten der Niederlande im Jahre 1953 entschied man sich auch im Norden für Sicherheit. Man beschloss, einen Abschlussdeich zu bauen.

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